Weg mit den Fahndungsscreens am Westbahnhof!
Wer aufmerksam durch London spaziert, der sieht überall gelbe Schilder. Die Polizei hat sie aufgestellt. “Hier wurde in ein Auto eingebrochen!“ “In diesem Park wurde eine Frau vergewaltigt!“ Die Londoner Exekutive sucht mit solchen Taferln nach Hinweisen, um Verbrechen aufzuklären. Im Namen der Sicherheit aller.
In Wahrheit schaffen die Schilder Unsicherheit. Eine Vergewaltigung, vielleicht die einzige in diesem Londoner Park seit Jahrzehnten, setzt sich im Unbewussten tausender Parkbesucherinnen fest. Die Gesellschaft wird verunsichert – und vielleicht ist das auch das Ziel einer Polizei, die immer noch mehr Überwachungsmaßnahmen fordert.
Was Wien mit London zu tun hat? Am Westbahnhof wird auf Info-Screens seit kurzem zur öffentlichen Fahndung gebeten. Tausende Pendler müssen Bankräubern und anderen finsteren Gesellen ins Antlitz blicken. Was damit bezweckt wird? Unsicherheit, wie der Chef des Kriminalsoziologischen Instituts (IRKS), Reinhard Kreissl, zu Recht bemerkt. Die Verbrecher sind unter uns, wir Bürger sind aufgefordert, sie zu finden! Ein Irrweg.
Wien zählt zu den sichersten Städten der Welt. Es gibt keine No-go-Areas und keine Slums. Die Wiener fühlen sich, wie eine IRKS-Studie zeigt, sicherer als die Hamburger, Krakauer, Amsterdamer. Warum? Nicht weil die Polizei so demonstrativ nach den Gaunern fahndet. Sondern weil sie sich bislang vornehm zurückhielt. (siehe dazu auch dieses Interview) Wer Blaulicht sieht, fürchtet sich. Wer Verbrecher sieht, erschrickt. Angst schafft das Verlangen nach noch mehr Restriktion. Die Info-Screens am Westbahnhof sind deshalb ein schlechtes Symbol. ÖBB-Chef Christian Kern sollte den Unsinn beenden.
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Wirklich sehr geschätzter Herr Klenk!
Wahrscheinlich fühlt sich der “Wiener” nie richtig wohl.
Schon gar nicht, wenn Statistiken(-er) behaupten, er sollte es schon tun können.
Gut, diese “Info-Screen”-Plakatierung ist so peinlich, wie es nur österreichischen Beamten einfallen hat können. Aber dennoch fragt man sich nach Motiven.
Oder sind wir wieder in Wild West-Zeiten mit “Wanted”-Plakaten angelangt. Ja sind wir!
Grundsätzlich FÜRCHTE ich mich aber vor Verbrechern ebenso, wie vor anschaulichem (Polizei-) Blaulicht. Ist beides nicht ganz so kuschelig, wenn es um die Frage von Lebensqualität geht; wobei ja Verbrecher vorerst als “Mutmaßliche” zu behandeln sind, die Polizisten aber oft auch…
Und ERSCHRECKEN tut mich etwa, wenn mein Eiskasten leer ist,
naja,
Mothman
p.s.: Wien hat mit London definitiv nichts zu tun.
Sehr geschätzter Herr Klenk!
Wahrscheinlich fühlt sich der “Wiener” nie richtig wohl.
Schon gar nicht, wenn Statistiken(-er) behaupten, er sollte es schon tun können.
Gut, diese “Info-Screen”-Plakatierung ist so peinlich, wie es nur österreichischen Beamten einfallen hat können. Aber dennoch fragt man sich nach Motiven.
Oder sind wir wieder in Wild West-Zeiten mit “Wanted”-Plakaten angelangt. Ja sind wir!
Grundsätzlich FÜRCHTE ich mich aber vor Verbrechern ebenso, wie vor anschaulichem (Polizei-) Blaulicht. Ist beides nicht ganz so kuschelig, wenn es um die Frage von Lebensqualität geht; wobei ja Verbrecher vorerst als “Mutmaßliche” zu behandeln sind, die Polizisten aber oft auch…
Und ERSCHRECKEN tut mich etwa, wenn mein Eiskasten leer ist,
naja,
Mothman
p.s.: Wien hat mit London definitiv nichts zu tun.