Bandion will die Bonzenspur. Ich auch!
Die Neustiftgasse in Wien: Wer hat dort noch nicht gestaut und geflucht. Der Grund: die Öffis und Taxis haben endlich eine eigene Spur bekommen, der Individualverkehr wird zurückgedrängt.
Das Problem: die Justizministerin residiert in der Neustiftgasse. Auch sie dürfte dort öfter im Stau stecken. Und so will sie, wie Isabelle Daniel in Österreich berichtet, eine Sondergenehmigung, um die Busspur benützen dürfen. "Das Bundesministerium für Justiz", so bestätigt das Büro Bandion-Ortners den Artikel, "ersuchte das Magistrat der Stadt Wien im Juni 2009 um Überprüfung, ob für ausgewählte Busspuren die Benützung des Dienstkraftwagens der Bundesministerin für Justiz in Dringlichkeitsfällen möglich ist. Der Antrag wird derzeit von der zuständigen Behörde aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen überprüft."
So ähnlich ist wohl die Moskauer Bonzenspur erschaffen worden. Die Genossen wollen eben ein bisserl schneller beim Volk sein und müssen es daher mitunter überholen dürfen.
Eine Petitesse, kein Skandal. Aber er bringt mich auf eine Idee: ich stelle hiermit auch bei der MA 46 den Antrag "in Dringlichkeitsfällen" die Busspur benützen zu dürfen. Aber nur dann, versprochen.
Vielleicht wollen ja noch andere Eilige einen Antrag stellen und meinem Verein der Freunde der Bonzenspur beitreten?
Die Neustiftgasse in Wien: Wer hat dort noch nicht gestaut und geflucht. Der Grund: die Öffis und Taxis haben endlich eine eigene Spur bekommen, der Individualverkehr wird zurückgedrängt.
Das Problem: die Justizministerin residiert in der Neustiftgasse. Auch sie dürfte dort öfter im Stau stecken. Und so will sie, wie Isabelle Daniel in Österreich berichtet, eine Sondergenehmigung, um die Busspur benützen dürfen. "Das Bundesministerium für Justiz", so bestätigt das Büro Bandion-Ortners den Artikel, "ersuchte das Magistrat der Stadt Wien im Juni 2009 um Überprüfung, ob für ausgewählte Busspuren die Benützung des Dienstkraftwagens der Bundesministerin für Justiz in Dringlichkeitsfällen möglich ist. Der Antrag wird derzeit von der zuständigen Behörde aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen überprüft."
So ähnlich ist wohl die Moskauer Bonzenspur erschaffen worden. Die Genossen wollen eben ein bisserl schneller beim Volk sein und müssen es daher mitunter überholen dürfen.
Eine Petitesse, kein Skandal. Aber er bringt mich auf eine Idee: ich stelle hiermit auch bei der MA 46 den Antrag "in Dringlichkeitsfällen" die Busspur benützen zu dürfen. Aber nur dann, versprochen.
Vielleicht wollen ja noch andere Eilige einen Antrag stellen und meinem Verein der Freunde der Bonzenspur beitreten?


Kommentare
Da fällt mir ein: der Chef von Ryanair in Irland hat angeblich extra ein Taxiunternehmen gegründet um mit seinem "Dienstagwagen" (Taxi) auf der Taxispur nach Dublin düsen zu dürfen ...
Also wie wärs wenn Frau Bandion-Ortner in "Dringlichkeitsfällen" einfch zum Taxi greift?
Brusselsblogger • 03.09.09 12:51
Man kann nicht zu viel da machen, aber es ist schon "krasch" wie die Sachen gemacht wurden und niemand beschwert sich darüber. Deswegen haben wir die System die wir haben und sollen damit leben.
Kike • 03.09.09 16:53
Stimmt das Zitat "ersuchte das Magistrat der Stadt Wien . . . "?
Wenn ja, dann hätte ich von Bandion doch erwartet, wenigstens den richtigen Artikel, es heißt nämlich DER Magistrat, verwenden zu können, nicht nur die Busspur.
Langsam wird´s zwar richtig peinlich, aber immerhin war ihr Dienstwagen noch nicht auf Korfu.
Eugen S. • 03.09.09 18:56
nun auf der Rohrbacher Bundesstrasse der B127 ist es ab Puchenau erlaubt, dass normalsterbliche Menschen auch auf der Busspur fahren. Allerdings müssen mind. 3 Leute im Auto sein.
weltbeobachterin • 04.09.09 22:57
...So ähnlich ist wohl die Moskauer Bonzenspur erschaffen worden...
Die so oft gebrauchte "Bonzenspur" gibt es in der hier und anderswo geschilderten Form in Moskau nicht! Vielmehr wird dort bei Bedarf eine Spur von der Polizei "freigeräumt" oder die Politikerautos schlängeln sich mit Blaulicht und Sirene durch den laufenden Verkehr. Ich weiß nicht wer das Gerücht mit der "Bonzenspur" in Moskau in den Raum gesetzt hat - es entspricht in der gebrauchten Art und Weise NICHT der Realität. Es ist aber bezeichnend, dass sehr viele österr. "JournalistInnen" es ungeprüft und gerne übernehmen. Dies wäre in qualitativ höherwertigen Zeitungen der BRD undenkbar.
ER • 08.09.09 14:55
Mich würde ja interessieren Herr/Frau ER von welchen Zeitungen der "BRD" Sie da sprechen? Und wieso ist es bezeichnend? Entschuldigen Sie bitte falls so ein Posting in der "BRD" undenkbar wäre - ich werde sofort meinen BRD-Pass zurückgeben.
MRH • 15.09.09 23:25