Sie folterten - und sind wieder im Dienst

Das muss man sich einmal vorstellen: Drei Beamte der Elitetruppe “WEGA” bringen einen Schubhäftling, der sich nicht abschieben lassen will, in eine Lagerhalle. Sie schlagen ihn dort ins Gesicht, sie foltern ihn, sie nennen ihn “Nigger” und drohen ihn umzubringen. Dann verleumden sie ihn vor Gericht, zeigen ihn wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt an. Ein vierter Beamter macht mit. Erst nachdem sie de facto durch hartnäckige gerichtliche Ermittlungen überführt wurden, gestehen sie die Tat.
Ein Richter gab den Beamten milde, auf Bewährung ausgesetzte Haftstrafen. Aber alle dachten sich: die Disziplinarkomission wird diese Beamten schon feuern. Denn wer, wenn nicht diese Beamten, verdienen gefeuert zu werden.
Aber was ist nun passiert? Die Polizisten müssen nur eine kleine Geldstrafe zahlen - und sie werden in den Innendienst versetzt. Sie dürfen weiter im Namen der Republik Gesetze vollziehen. Was für eine Schande, was für eine Verhöhung. Dieser Wiener Polizei ist nicht mehr zu helfen.

Kommentare

Das hört sich Schweisse an, ich denke, auch hier in der Schweiz ist das aber mit solchen Sachen nicht viel besser. Ich kann mich an einen Fall von Zwangsausschaffung vor wenigen Jahren erinnern, wo die Auszuschaffende Person gestorben ist.Ich weiss nicht, ob die beteiligten Polizisten je bestraft wurden.

Generell arbeiten für die Polizei ja sowieso nicht die hellsten und sozialsten Bürger!
Aber gut finde ich solche Sachen zu posten!

Leider, passieren solche Sachen täglich. Die wenigsten kommen ans Tageslicht, weil es keine Ehefrau, keine Familie, keine Vertrauenspersonen gibt an denen man sich wenden kann. Von der Gesellschaft akzeptiert, in den eigenen Reihen der Polizei wäre man wohl verhaltensauffällig, würde man rein rechtlich und menschlich handeln.

sg. frau lehner,

sie haben aber schon beweise dafür, dass "solche sachen" täglich passieren. wenn nicht, dann sollten sie sich schon zurücknehmen mit behauptungen und vermutungen die ungeheuerlich sind. defacto behaupten sie so nebenbei, dass der großteil der wiener polizei foltert. wollen sie mit solchen unterstellungen ihr eigenes weltbild pflegen?

@ Michael - Frau Lehner behauptet defacto nirgendwo, dass der Grossteil der Wiener Polizei foltert. Fakt ist allerdings, dass "solche Sachen" tatsächlich tagtäglich passieren; allerdings immer wieder auf den selben Wachstuben und zumeist durch immer wieder die selben Personen. Leider wird so gut wie kaum etwas davon jemals öffentlich. Wäre es anders, müssten diese Umstände zweifelsohne zu einer mehr als veritablen innenpolitischen Krise führen. Aber wer will denn das schon ... :-/

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