Die rotgrüne Gastinger
Wie die rotgrüne Opposition im Fall der Justizministerin versagt.
Es ist schon verwunderlich. Da tritt – spät aber doch – die orange Justizministerin Karin Gastinger aus der Haider Partei aus, weil sie die Hetze nicht erträgt. Und erntet nur Spott und Häme von Rot-Grün. Dabei hatte Gastinger, wie kaum ein Justizminister zuvor, in ihrem Amt auf gesellschaftlich linke Themen gesetzt. Sie ist eine moderne und äußerst feministische Politikerin. Der Strafvollzug war ihr ein wichtiges Anliegen. Das Wohl der Gefangenen trieb sie um. Sie ließ moderne Strafanstalten bauen/planen (etwa in Leoben und Wien), weil die alten verheerend sind und sie setzt sich dafür ein, dass auch Gefangene ihre Sexualität mit einem Ehepartner ausleben – weil das resozialisierend wirkt und Aggressionen hemmte.
Gastinger wollte moderne Formen der Ehe legalisieren und sie setzte sich vor allem für die Rechte von Frauen ein. Ihren exzellenten Justizberatern hörte sie – im Gegensatz zu ihrem Vorgänger Böhmdorfer – interessiert zu. Die Macht stieg ihr nicht zu Kopfe, sie wirkte allerdings auch nie überfordert. Sie konnte mit ihren Kritikern tatsächlich stundenlang heftig diskutieren, wirkte allerdings nie überheblich. Jörg Haider bot sie von der ersten Minute an Paroli – etwa als er sie als Boxenluder verunglimpfte.
Karin Gastinger wäre eine perfekte Justizministerin einer rot-grünen Regierung geworden. Ihr späte – aber durchaus glaubwürdige – Austritt aus dem BZÖ hätte von rot-grün beklatscht werden müssen. Nun besteht die Gefahr, dass die berufstätige Mutter „als Parteilose“ in Schüssels ÖVP unterkommt – und dort ihr liberales Weltbild langsam gegen ein Konservatives austauschen muss. Diese Frau hat mehr Respekt und Beifall verdient. Vor allem auch von den rotgrünen Frauen.
Wie die rotgrüne Opposition im Fall der Justizministerin versagt.
Es ist schon verwunderlich. Da tritt – spät aber doch – die orange Justizministerin Karin Gastinger aus der Haider Partei aus, weil sie die Hetze nicht erträgt. Und erntet nur Spott und Häme von Rot-Grün. Dabei hatte Gastinger, wie kaum ein Justizminister zuvor, in ihrem Amt auf gesellschaftlich linke Themen gesetzt. Sie ist eine moderne und äußerst feministische Politikerin. Der Strafvollzug war ihr ein wichtiges Anliegen. Das Wohl der Gefangenen trieb sie um. Sie ließ moderne Strafanstalten bauen/planen (etwa in Leoben und Wien), weil die alten verheerend sind und sie setzt sich dafür ein, dass auch Gefangene ihre Sexualität mit einem Ehepartner ausleben – weil das resozialisierend wirkt und Aggressionen hemmte.
Gastinger wollte moderne Formen der Ehe legalisieren und sie setzte sich vor allem für die Rechte von Frauen ein. Ihren exzellenten Justizberatern hörte sie – im Gegensatz zu ihrem Vorgänger Böhmdorfer – interessiert zu. Die Macht stieg ihr nicht zu Kopfe, sie wirkte allerdings auch nie überfordert. Sie konnte mit ihren Kritikern tatsächlich stundenlang heftig diskutieren, wirkte allerdings nie überheblich. Jörg Haider bot sie von der ersten Minute an Paroli – etwa als er sie als Boxenluder verunglimpfte.
Karin Gastinger wäre eine perfekte Justizministerin einer rot-grünen Regierung geworden. Ihr späte – aber durchaus glaubwürdige – Austritt aus dem BZÖ hätte von rot-grün beklatscht werden müssen. Nun besteht die Gefahr, dass die berufstätige Mutter „als Parteilose“ in Schüssels ÖVP unterkommt – und dort ihr liberales Weltbild langsam gegen ein Konservatives austauschen muss. Diese Frau hat mehr Respekt und Beifall verdient. Vor allem auch von den rotgrünen Frauen.

Kommentare
wie wahr! die "strategen" der spö verstehe ich nicht. das war die chance, der övp den wind aus den segeln zu nehmen. aber was macht cap in seiner ersten reaktion: er verunglimpft gastinger und treibt die in der öffentlichkeit durchaus beliebte politikerin offensiv in die arme der övp. naja, das team gusenbauer ist halt eher patschert unterwegs. wahrscheinlich wirds im neuen nationalrat um ein mandat gehen, ob die spö den kanzler stellen kann. und auf dem hockt dann der zach vom lif...
schaffnerlos • 27.09.06 08:46