"Da haben wir uns eingekauft"


Staatssekretär Eduard Mainoni enthüllt das Kalkül der NS-Restitution und andere delikate Details


Die Entschädigung von Zwangsarbeitern? »Da haben wir uns eingekauft«, um »bei den jüdischen Organisationen den Rücken frei zu haben«. BZÖ-Spitzenkandidat Peter Westenthaler? Der ist einer, »der die Proleten abdeckt«.Wolfgang Schüssel? »Der war damals ein politischer Underdog, der mit dem Mascherl herumgerannt ist und mit der dicken Brille.« Die steigende Kriminalitätsrate in Österreich? »Ich wünschte mir, ich wäre in der Opposition. Ich würde den Minister durch Sonne und Mond jagen.«

Es spricht ein Vertreter der Bundesregierung, der in seiner Amtszeit nicht viel zu sagen hatte: Eduard Mainoni, BZÖ. Der deutsche Sozialforscher Oliver Geden (Humboldt Universität) hat soeben eine Studie über "Diskursstrategien im Rechtspopulismus" vorgelegt. Er führte dafür im Jahr 2004 ein autorisiertes Interview mit dem heutigen BZÖ Staatssekretär Mainoni, damals FPÖ-Abgeordneter. Mainoni sprach erstaunlich offen über die Strategien seiner Partei, das "Geschäft mit der Angst" und das wahre Kalkül der "NS-Resititution". Oral Historie aus den Eingeweiden der FPÖ, wenn man so will. Hier mein Artikel in der ZEIT und hier geht's zur Studie von Geden.

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