« August 2006 • September 2006 • ÜbersichtOktober 2006 »

Die nackte Gewalt

Bordelle, Callgirls, Straßenstrich: Deutsche Männer kaufen Sex, ohne Fragen zu stellen. Nun droht den Kunden von Zwangsprostituierten Gefängnis. Eine Reportage über Deutschlands alltäglichen Sklavenmarkt.  (für DIE ZEIT) Irina Nabreko* dachte, sie könne in Deutschland als Callgirl Geld verdienen und ihren Sohn ernähren. Vielleicht träumte sie auch von ein wenig Luxus, den es in Russland für sie nicht gab. Jetzt sitzt sie im Gerichtssaal in Berlin-Moabit...

weiter lesen »

Anfüttern

Sag noch einer, Kampuschs Medienberater seien nicht mediengeil. Warum, so frage ich mich, erzählt Anwalt Lansky den Medien, dass Natascha Kampusch nun umgezogen ist? Weil es ein öffentliches Interesse daran gibt? Oder weil er ein bissl im Fernsehen sein will? Die Berater, die es doch nur gut meinen, heizen die abflauende Berichterstattung über ein Verbrechensopfer ständig an. Das kann nicht im Interesse von Frau Kampusch sein....

weiter lesen »

Prügel um Kampusch

Wir erinnern uns: PR-Berater und betreuende Ärzte hatten die sichtlich traumatisierte Natascha Kampusch vor Kameras und Boulevardmedien gesetzt, damit den wilden Paparazzis Einhalt geboten werde und der Bouleavard die “Schutzhand” über sie hält. Nur so, erklärte ihr Medienmanager Dietmar Ecker in der Zeit, könne man den Druck von ihr nehmen. Was für eine Fehleinschätzung. Das genaue Gegenteil ist nun eingetreten. Natascha Kampusch, die vor dem TV...

weiter lesen »

Wie kriminell sind Asylwerber wirklich?

Peter Westenthaler, BZÖ, behauptet also, die Hälfte der Asylwerber sei »kriminell“. Was sagt die Statistik wirklich? In einem Artikel, der morgen auf den Österreich-Seiten der ZEIT erscheint wird seine Behauptung untersucht. Im Jahr 2004 baten rund 25 000 Menschen in Österreich um Asyl. In jener Zeit gab es 12.733 Anzeigen gegen Asylwerber. Zwei Asylwerber – eine Strafanzeige. Das ist die Logik des Peter Westenthaler. Doch sie ist...

weiter lesen »

ÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ!

Das Österreich-Blog auf ZEIT.de ist da Es ist vollbracht! Das Österreich-Blog von ZEIT Online ist da. Wochenlang werkelte die ZEIT Online-Abteilung um diese wunderbare Ding zu errichten. Es heisst “Ö, Nachrichten aus dem Zentrum” und es wird hier im weitesten um Österreich und sein Verhältnis zur Welt gehen. Man wird hier einen Kessel Buntes finden, wie die Deutschen sagen würden: Politisches, Böses, Lustiges, Kulinarisches, Schräges,...

weiter lesen »

Die rotgrüne Gastinger

Wie die rotgrüne Opposition im Fall der Justizministerin versagt. Es ist schon verwunderlich. Da tritt – spät aber doch – die orange Justizministerin Karin Gastinger aus der Haider Partei aus, weil sie die Hetze nicht erträgt. Und erntet nur Spott und Häme von Rot-Grün. Dabei hatte Gastinger, wie kaum ein Justizminister zuvor, in ihrem Amt auf gesellschaftlich linke Themen gesetzt. Sie ist eine moderne und äußerst...

weiter lesen »

Gute Wiener Journalisten im Netz

Eine wunderschöne Seite habe ich da entdeckt: Hier kann man die Texte des Wiener Journalisten (und späteren Vizebürgermeisters von Wien) Max Winter nachlesen, die er zur Jahrhundertwende für die Arbeiterzeitung geschrieben hat. Wunderbar. Und noch ein Journalist ist nun im Netz zu finden: Robert Misik, wahrscheinlich einer der klügsten Essayisten hat endlich sein Weblog und hebt grad seine besten Texte rein. Es ist hier....

weiter lesen »

Mainoni - das ungekürzte Interview aus dem Bauch der FPÖ

Hier das Interview zum Download Freiheitliche Politiker - oder ihre orangen Nachfolger - verstanden es ja gut, im NLP- Sprudelsprech das Gegenteil dessen zu verkünden, was sie eigentlich meinen. Eduard Mainoni, heute Staatssekretär im Infrastrukturministerium, ist eine Ausnahme. Im Jahr 2004 (Mainoni saß im Innenausschuss des Nationalrates) schilderte er dem deutschen Rechtspopulismusforscher Oliver Geden, die Strategien der FPÖ, das Kalkül der NS-Restitution und das Geschäft mit...

weiter lesen »

"Kommen wir zur Zukunft"

...was Veit Schalle genau über die Nazizeit sagte Dem Falter entnehme ich, dass Veit Schalle (BZÖ) erwägt, das profil zu klagen. Schalle, Kandidat einer Partei, die in Österreich in der Regierung sitzt, hatte im Gespräch mit profil-Redakteur Otmar Lahodynsky das Wirtschaftsprogramm der Nazis ja als „beeindruckend“ bezeichnet. Interessant ist die genaue, nicht redigierte Abschrift des profil-Interviews. Sie zeigt, wie der Pressesprecher Schalles vom heiklen Thema wegkommen...

weiter lesen »

Gottesstaatsdebatten

Reformdebatte im Gottesstaat: Fundis gegen Realos in Saudi Arabien. Spannend, sowas mal nachzulesen. Hier auf englisch ....

weiter lesen »

"Da haben wir uns eingekauft"

Staatssekretär Eduard Mainoni enthüllt das Kalkül der NS-Restitution und andere delikate Details Die Entschädigung von Zwangsarbeitern? »Da haben wir uns eingekauft«, um »bei den jüdischen Organisationen den Rücken frei zu haben«. BZÖ-Spitzenkandidat Peter Westenthaler? Der ist einer, »der die Proleten abdeckt«.Wolfgang Schüssel? »Der war damals ein politischer Underdog, der mit dem Mascherl herumgerannt ist und mit der dicken Brille.« Die steigende Kriminalitätsrate in Österreich? »Ich...

weiter lesen »

Mohammed & das Schwert

Nein, ich bin kein besonderer Freund des Papstes. Und vermutlich hätte er seine Worte auch bedächtiger wählen können. Doch die Reaktionen der muslimischen Welt zeigen, dass er so falsch nicht liegt. Man darf Mohammed nicht kritisieren und auch nicht verspotten - ohne Gefahr zu laufen, von fanatischen Muslimen unter Druck gesetzt oder mit dem Tode bedroht zu werden. Dabei nehmen sich selbst die höchsten islamischen Würdenträger...

weiter lesen »

Fall Bawag

Oder: die wundersame Transparenz der Justiz Gut, dass Bawag-Chef Elsner endlich vor Gericht gestellt wird. Und schön, welche Netzwerke da nun offen gelegt werden. Aber es ist schon merkwürdig, dass er ausgerechnet jetzt angeklagt werden soll. Wie verschwiegen Wiens Staatsanwälte normalerweise sind, wenn es um heikle Strafsachen geht. Mitunter erfährt man nicht einmal ihren Namen. Und wie transparent nun vor allem das Kabinett der orangen Justizministerin...

weiter lesen »

Eine Wurfkamera

...für den SPÖ-Warroom Das hier ist eine "Short Range Throwing Camera", eine Wurfkamera. Wozu man das Ding braucht? Normalerweise wirft man die Kugel in feindliche Bunker, um diese auszuspähen. Ich würde die Kamera gerne in die Zentrale der SPÖ-Spin-Doctoren werfen und zusschauen, wie sie über Franz Vranitzky reden....

weiter lesen »

Rote Parteispendenaffäre?

Nein, es ist natürlich nicht strafbar, dass der Spekulant Wolfgang Flöttl den honorigen Altkanzler Franz Vranitzky im Jahr 1999 damit beauftragt, ihn „über die Einführung des Euro“ zu beraten. Aber verwunderlich ist es schon, wieso der ehemalige Chef der Sozialdemokratie nichts Besseres zu tun hat, als einen – damals bereits als Pleitier bekannten Spekulanten – „als Privatmann“ für ein „paar zehntausend Euro“ zu beraten. Gabs keine...

weiter lesen »

Der Matros!

Die begeisterten Leser dieses Logbuches werden es sofort bemerkt haben: hier an Deck wurde mal ordentlich geschrubbt, geschraubt und überholt. Das wunderschöne Redesign und all die Apparaturen zur linken und zur rechten verdanke ich dem matros. Er schwitzt Tag und Nacht im Maschinenraum und unterstützt, wie er sagt, "Journalisten und Künstler gerne beim Bloggen". Ohne ihn könnten wir nicht bloggen. Schauen sie sich auch die...

weiter lesen »

Fall Kampusch: Verschärft das Medien- und das Ärztegesetz

Der Fall Kampusch wird also Wahlkampfthema, meldet der Standard. Die Parteien wollen die Gesetze verschärfen. Mein Vorschlag: verschärft zuerst das Mediengesetz, dann das Ärztegesetz. Paragraf eins: Ärzte, Jugendpsychiater und Medienberater, die unter dem Druck des Boulevards einknicken und ein ihnen anvertrautes, sichtlich traumatisiertes Missbrauchsopfer an den Boulevard ausliefern, sind zu bestrafen. Paragraf zwei: Ebenso ist zu bestrafen, wer als Arzt, Jugendpsychiater oder Medienberater in einer Talkrunde...

weiter lesen »

K.Kraus und N. Kampusch

(dank an hollitscher)...

weiter lesen »

„Ein armes Henderl“

Natascha Kampusch gibt ihr erstes Interview – dem österreichischen Boulevard Ein Blondes Mädchen mit Kopftuch blickt hoffnungsvoll nach oben. Jetzt also weiss die Welt, wie Natascha Kampusch aussieht. Die Österreichische Info-Illustrierte News veröffentlichte Mittwoch Nachmittag in einer Vorabmeldung das erste Foto jenes Mädchens, das 1998 in Wien entführt und acht Jahre in einem Verlies festgehalten wurde. Im Gespräch mit dem Herausgeber...

weiter lesen »

Frau Kampusch und die Politik

Warum es keine schärferen Gesetze, aber besseren Opferschutz braucht Wie immer nach entsetzlichen Verbrechen ist sich die Politik einig: die Gesetze müssen verschärft werden. Justizministerin Karin Gastinger forderte als Konsequenz aus dem Fall Natascha Kampusch höhere Strafen für Entführungsdelikte. Durch diesen „dramatischen Fall“ sei klar geworden, dass es im Strafgesetzbuch keinen adäquaten Strafrahmen gebe, so die Justizministerin. Ähnliche Worte von Liese Prokop. Einen „adäquaten Strafrahmen“ gibt...

weiter lesen »

Freunde und Helfer

Warum es für vier Wiener Polizisten vor Gericht keinen Unterschied machte, ob sie einen Schäferhund oder einen afrikanischen Dealer traktieren (für DIE ZEIT) Hamburg 1995: Polizeibeamte der berüchtigten Wache 11 quälen Afrikaner mit Scheinhinrichtungen. Der zuständige Innensenator tritt zurück, weil er den »unseligen Corpsgeist« nicht mehr hinnehmen will. Es folgt ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss. London 1999: Ein farbiger Student wird von Weißen erstochen. Die zu Hilfe gerufene...

weiter lesen »

Krähwinkel

Soeben das feine österreichische Weblog Krähwinkel entdeckt. Die Autoren dort liefern hübsche Glossen. Das macht mehr Spass, als manche Tageszeitung....

weiter lesen »

Nataschas Welt

Wie der Wiener Ingenieur Wolfgang Priklopil, ein zehnjähriges Mädchen raubte und acht Jahre gefangen hielt. Eine Spurensuche in Wiens Vorstadt. (für DIE ZEIT) Am Mittwoch voriger Woche, kurz vor 21 Uhr, kletterte der 44-jährige Ingenieur Wolfgang Priklopil auf einen Bahndamm in der Nähe des Wiener Wurstelpraters. Er kniete nieder und legte seinen Kopf auf das Gleis. Die Passagiere der heranrasenden S-Bahn gaben später zu Protokoll,...

weiter lesen »

« August 2006 • September 2006 • ÜbersichtOktober 2006 »

aktuelle Kommentare


rss_small.gif Subscribe to comments

Credits

Powered by
MATROS Blog Service   studio b   altneuland

Creative Commons License
This weblog is licensed under a Creative Commons License.

Czernin Verlag


Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: Florian Klenk • Speersort 1 • Hamburg • klenk@vienna.at • Alle Rechte vorbehalten
powered by Movable Type via Phreak 2.0